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Beschreibung des Gemäldes von Peter Brueghel dem Älteren „Zwei Affen“

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Das Gemälde von Peter Brueghel dem Älteren „Zwei Affen“ („Zwei Affen an einer Kette“) wurde 1562 in Öl auf einen Baum gemalt.

Genre - animalisch.

Die Handlung basiert auf zwei braunen Affen, die an einen Ring gekettet sind. Sie sitzen auf einem breiten niedrigen Fenster mit Blick auf Antwerpen, die Meeresbucht mit im Nebel versunkenen Schiffen, Türmen und Häusern. Tiere und Kette sind die lebendigsten Bilder der Arbeit. Sie sind detailliert und hell gezeichnet. Ein Tier wandte sich dem Betrachter zu, sein fast menschlicher Blick war jedoch nach innen gerichtet, in die Tiefen seiner Seele. Geklemmte, gebeugte Haltungen zeugen von Verlorenheit und Einsamkeit. Sie wandten sich voneinander ab. Selbst wenn sie nahe beieinander sind, halten sie nicht zusammen, unterstützen sich nicht gegenseitig.

In der Neigung des Kopfes, den Gesichtszügen, den Posen, den schwanzlos abgesenkten Schwänzen herrscht Sehnsucht, Apathie, Verzweiflung und Verständnis für die Unmöglichkeit, Freiheit zu erlangen. Über dem Meer schwebende Vögel bilden einen Kontrast - im Gegensatz zu verketteten Tieren steht ihnen der Wille zur Verfügung. Interessanterweise fliegen Vögel paarweise und wiederholen das Bild zweier Tiere.

Ein weiterer Kontrast entsteht durch eine massive Fensteröffnung und ein elegantes, transparentes Bild der Natur und der Stadt vor dem Fenster. Die Landschaft im Hintergrund ist in sanften Tönen gemalt. Es zeichnet sich durch Leichtigkeit, etwas Melancholie und Traurigkeit aus, im Gegensatz zu der Strenge, Monumentalität und Unbeweglichkeit der Wände und der Fensterbank.

Die Arbeit ist eine symbolische Darstellung von Sünde und Grundinstinkten. Affen sind die Verkörperung von Laster - Rücksichtslosigkeit, Verschwendung und Frivolität. Die Kette, die sie hält, zielt darauf ab, Sünden und niedrige Wünsche zu zähmen. Eine leere Nussschale ist alles, was von dem früheren, vollen, aber jetzt zerstörten Leben übrig bleibt.

Vielleicht ist das Bild autobiografisch und hängt mit der Liebesbeziehung des Autors mit einem Diener und der Abreise aus Antwerpen zusammen.

Das Werk befindet sich im Staatlichen Museum Berlin.





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